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Beruf und Familie besser vereinbaren


Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die zentrale Herausforderung für die Zukunft. Einiges hat sich in den vergangenen Jahren verbessert: So wurde das Kindergeld flexibilisiert, die Zuverdienstgrenze deutlich angehoben, die Betreuungsplätze wurden spürbar ausgebaut. Das sind Fortschritte, keine Frage - es bleibt aber noch einiges zu tun.

Wir brauchen sicher weitere finanzielle Maßnahmen, wir brauchen aber auch bei vielen eine Änderung im Bewusstsein: Viele Mütter müssen aus wirtschaftlichen Gründen einer Erwerbsarbeit nachgehen. Es ist für mich aber ganz unabhängig von wirtschaftlichen Motiven selbstverständlich, dass Mütter selbst entscheiden sollen, ob sie berufstätig sein wollen oder nicht. Beide Entscheidungen sind zu akzeptieren. Das Angebot an qualitätvollen Betreuungseinrichtungen muss den Bedürfnissen der Familien gerecht werden. Natürlich müssen auch die steuerlichen Voraussetzungen und das Angebot der Kinderbetreuung weiter verbessert werden, damit unselbständig Erwerbstätige, aber auch Unternehmerinnen Familie und Beruf besser vereinbaren können. Was man(n) gerne vergisst: Auch rund 70 Prozent aller Unternehmerinnen sind Mütter. Speziell für die stark steigende Anzahl weiblicher Ein-Personen-Unternehmen wird damit die Kinderbetreuung zur Existenzfrage. Aus meiner Sicht brauchen wir neue Modelle zur zumindest teilweisen steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungsleistungen, dazu flexiblere Kinderbetreuungseinrichtungen und einen Ausbau der Förderungen für private Initiativen. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass die großen Betriebe im Bezirk Lienz einen Betriebskindergarten mit Mittagstisch einrichten. Von einer besseren Vereinbarkeit profitieren alle: Unternehmen, Mütter, Väter, Kinder und die Gesellschaft.

Unser Landeshauptmann Günther Platter hat Recht, wenn er erklärt: Wir müssen wieder eine Stimmung entwickeln, die Lust darauf macht, eine Familie zu gründen und zu leben.